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Life Sciences – Schule fürs Leben

Schüler erforschen den Geschmackssinn

Das Biotechnologische Gymnasium Offenburg war zu Besuch im Schullabor von Novartis

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Beim Arbeiten mit Pipetten und kleinsten Gen-Mengen ist Konzentration
und Fingerspitzengefühl gefragt

Bericht von Fabian Pagel

Wie funktioniert das Schmecken?

Warum finden wir etwas bitter?

Und welche Gene sind eigentlich für den menschlichen Geschmacksinn wichtig?

Das waren Fragen, welche die SchülerInnen des Biotechnologischen Gymnasiums Offenburg (BTG) beschäftigten. Antworten lieferte das Novartis-Schullabor, welches der Schweizer Pharmakonzern seit 25 Jahren betreibt. Ziel der Einrichtung ist es, das wissenschaftliche Arbeiten und Denken zu fördern – für die Gymnasiasten der Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen Offenburg, an welchen das BTG angesiedelt ist, also genau der richtige Ort, um einen Einblick in das zukünftige Berufsfeld zu erhalten.

„Bereits der Weg zum Labor war beeindruckend. Der riesige Laborkomplex von Novartis scheint endlos.“, findet Kenneth Pixberg. Im Schullabor angekommen, durften die SchülerInnen dann unter Anleitung ihre eigene DNA isolieren. Mit der PCR-Methode wurden diese Kleinstmengen dann vervielfältigt. Nach einer Lunchpause ging es um die sogenannte Gelelektrophorese – ein Verfahren, durch welches die typischen DNA-Muster entstehen, die viele von uns vom sonntäglichen Tatort-Krimi kennen. Nach der Auswertung konnten die HLS-SchülerInnen dann beispielweise erkennen, wer aus der Klasse am sensibelsten den Geschmack bitter wahrnimmt.

„Es war nicht nur sehr spannend, etwas über den eigenen Körper herauszufinden, sondern vor allem hat es auch viel für die Schule gebracht. Schließlich sind die erlernten Methoden für das Abitur wichtig.“, so Marina Wußler. Bis zur Abi-Prüfung wird die BTG-Klasse noch häufig Gelegenheit haben, diese Arbeitsmethoden mit Klassenlehrer Marcel Jäger in den gut ausgestatteten Laboren der HLS Offenburg einzuüben. Die Arbeit im Schullabor hat dafür jedenfalls eine gute Grundlage gelegt.

Die Exkursion fand am 05. März 2018 statt. Wir danken der Fa. Novartis für die Einladung.

 

Bist Du ein Talent im Land? - Ein Bericht

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Text und Fotos von Leoni Neumann, BTG E, 2018

Vielleicht hast du diese mal kleineren, mal größeren, knallgrünen Flyer und Plakate im 2. Stock des C-Baus schon gesehen?

Sie bedeuten eines: eine neue Bewerbungsrunde für das Schülerstipendium „Talent im Land (TiL)“ hat begonnen. Oder ist, besser gesagt, schon mittendrin. Noch bis zum 31. März kann man sich bewerben.

Ich selbst bin bei TiL und versuche auf diesen zwei Seiten mal zusammenzufassen, was TiL eigentlich ist, was es bietet, wen es anspricht, wie die Online-Bewerbung funktioniert und auch meine bisherigen Erfahrungen.

Zunächst einmal ist TiL kein Stipendium, wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Man wechselt nicht die Schule und man muss nicht wegziehen. Aber man wird unterstützt. Das Programm, das von der Baden-Württemberg Stiftung und der Robert-Bosch Stiftung getragen wird, bietet seinen Stipendiaten einiges. Ob monatliche finanzielle Unterstützung für Busfahrkarten oder Schulmaterialien, ob Seminare zu Themen wie 'Grenzüberschreitung', 'Rhetorik', 'Politik und Sport', Laborpraktika oder ein riesiges Netzwerk von über 650 Stipendiaten und Alumni*.

Wer kommt in Frage?

Dann stellt sich natürlich die Frage, WER überhaupt gefördert werden soll. Hier übernehme ich einen Satz direkt von der Homepage, in der alles natürlich auch nochmal ausführlicher steht; „Talent im Land fördert begabte Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, deren Lebensverhältnisse eine erfolgreiche Schulkarriere spürbar erschweren.“ Dabei spielen verständlicherweise gute Noten eine Rolle. Aber nicht nur. Es wird kein Durchschnitt von 1,0 erwartet. Dafür, dass man motiviert ist, leistungsbereit ist, Ziele verfolgt, außerschulische Ambitionen hat und sich irgendwie engagiert. Ob politisch oder sozial ist dabei absolut egal. Außerdem will TiL natürlich Menschen helfen, die das Stipendium irgendwo auch brauchen. Deshalb wird auch berücksichtigt, wenn einer Familie einfach das Geld fehlt, um eine angemessene Bildung zu finanzieren, wenn in Bildungsfragen oder in anderen Bereichen kein wirklicher Rückhalt besteht oder wenn es irgendwelche Probleme in der Familie, im Freundeskreis oder dem allgemeinen Umfeld gibt.

Leider kann sich aber nicht jeder bewerben, der die obigen Kriterien erfüllt. Du darfst nicht älter als 21 sein und außerdem musst du noch zwei oder mehr Jahre bis zur Fachhochschulreife oder bis zum Abitur vor dir haben.

Kommen wir zur Online-Bewerbung...

Die schreckt wirklich erst einmal ab (hier gehts los).

Erstmal musst du dir ein Profil auf der Homepage machen und alles ausfüllen, was so gewollt wird – also alles. Das bedeutet, wenn du nicht bereit bist, absolut alles von dir, deinen Eltern, deinen Geschwistern, teilweise auch Freunden und anderen Verwandten offen zu legen, stehen deine Chancen schon mal schlecht. Allein im ersten Bewerbungsschritt werden schon über Adresse bis hin zu Finanzen, bis zu einem halben Lebenslauf der Eltern alles verlangt. Dazu Informationen über dich, deine Hobbys, deine Probleme, deine Ziele, deine Motivation – alles eben.

Im zweiten Bewerbungsschritt wird es dann noch ausführlicher. Motivationsschreiben, typischer Tagesablauf, ein Bericht von einem Lehrer und vieles mehr wird hier gefordert.

Im dritten Schritt wird man nach Stuttgart eingeladen, um an einem Auswahltag teilzunehmen. Du sitzt also mit 49 anderen (die anderen 50, die zum Auswahltag eingeladen werden, sind in einer anderen Gruppe als du, du wirst also nur 49 Mitbewerber kennenlernen), die du höchstwahrscheinlich noch nie gesehen hast, in einem Raum und wirst in Gruppen eingeteilt. In diesen Gruppen müsst ihr Aufgaben lösen und Gespräche führen. Aber auch alleine musst du eine Aufgabe lösen und ein Gespräch mit zwei Jurymitgliedern halten.

Und vor den Sommerferien weißt du dann Bescheid, ob du auch ein Talent im Land bist.

Schlottern im Schloss

Gut, das war jetzt viel Information, die man auch einfach von der Homepage hätte ablesen können. Von daher hier noch ein paar Eindrücke, die ich während meines ersten halben Jahres in der TiL-Family erfahren durfte.

Dabei will ich gar nicht groß auf die finanzielle Unterstützung eingehen, inwiefern die das Leben erleichtert, kann man sich vorstellen.

Meinen ersten Eindruck habe ich an dem Auswahltag gewonnen. Dieser war neben einer Art Schloss. Man kam dort an und hat sich mit einem Mal richtig klein gefühlt, weil das Gelände mit seinem Ausblick, dem Schloss, dem eigentlichen Gebäude, einem kleinen dazugehörigen Park und so weiter so groß erschienen. Oder auch die jungen Leute in meiner Gruppe. Da gab es welche, die sich schon zum zweiten Mal bewerben, die mit 14 schon neben der Schule studieren, die ihre komplette Familie verloren haben und mittendrin man selbst. Und man weiß, dass rein rechnerisch nur zwei Leute aus dieser Gruppe genommen werden. Wenn überhaupt. Trotzdem waren wir als Gruppe schnell fest zusammengewachsen, haben unsere Aufgaben gelöst und dann saß ich da vor den Jurymitgliedern und dachte mir „Jupp, das wird nix“. Während ein Jurymitglied mich wirklich zu mögen schien, mir am Ende auch noch einen Spruch mitgab, der mich motivieren soll und von dem, was ich mache, begeistert schien, hat mir die andere mehr oder weniger offen kenntlich gemacht, dass sie von meinen Hobbys, Interessen und Plänen nicht so ganz begeistert ist...

Tja, ich wurde genommen, also entweder war mein Eindruck doch nicht so mies wie ich vermute, oder das erste Mitglied hat ganz schön gekämpft, dass ich mit ins Programm darf.

The Winner is…

Deshalb gehen wir doch zu dem ersten Moment über, wo man wirklich gemerkt hat, dass man mit dabei ist. Also zu den Seminaren. Unser erstes Seminar als Jahrgang 2017 war in Bad Boll zum Thema 'Grenzen überwinden'. Man steckt also 53 Menschen, die sich wieder mal nicht kennen zusammen an einen Ort, den sie nicht kennen, verbringt dort ein Wochenende gemeinsam und kommt als kleine Familie heraus.

Merkwürdige Gleichung, aber es funktioniert.

 In diesem ersten Seminar, das jeder neue Jahrgang absolviert, wird man als Gruppe zusammengeschweißt, lernt die Veranstalter hinter TiL kennen, merkt, wie offen diese eigentlich sind und dass diese es verrückterweise für selbstverständlich nehmen, wenn man sie duzt und lernt wirklich Dinge fürs Leben.

Verhungern unmöglich!

Wie positioniere ich mich in einer Gruppe? Welche Rolle nehme ich ein? Warum nehme ich diese Rolle ein? Wie kann ich meine Position zum Positiven nutzen und die Gruppe so stärken? An wem orientiere ich mich? Wer sind die anderen? Was macht uns aus? Was macht mich aus? Was kann ich? Das sind Fragen, die wir uns bei aufschlussreichen Spielen und Gesprächen, zwischen leckerem Essen und traumhaftem Kuchen beantwortet haben. Wirklich, der Kuchen auf jeder TiL-Veranstaltung ist toll. Verhungern ist da unmöglich. 

Und auch beim zweiten Treffen des Jahrgangs, der Festveranstaltung, hat man gemerkt, dass die TiL-Family, wie sie oft genannt wird, wirklich existiert. Und, dass TiL in einer Größe existiert, die man sich so nicht vorstellen konnte. Ich zumindest dachte immer, Talent im Land sei eine kleine Gruppe von Menschen, die zwar eine Reichweite hat aber nicht über die Schulen und Träger hinweg bekannt ist. Fehlanzeige. Im Vorfeld haben uns Politiker gratuliert, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, wie zum Beispiel Wolfgang Schäuble. Andere Bundestagsabgeordnete waren auf der Veranstaltung, haben Stipendiaten gratuliert, haben Reden gehalten und uns ihre Glückwünsche überbracht und wir saßen mehr oder weniger einfach nur mit weit geöffneten Augen da und haben uns gefragt, ob wir träumen. Ich selbst habe einen der Programmpunkte an diesem Abend beigesteuert und war schlichtweg überwältigt von...allem.

Freiburger Regionalgruppe

Seit diesem Tag im November haben wir uns alle nicht mehr gesehen. Dafür die Regionalgruppen, in die man eingeteilt wird. Wir als Freiburger Regionalgruppe waren erst Ende Februar im Planetarium, haben uns mit Alumni ausgetauscht, waren Abendessen und hatten einen wirklich schönen Abend.

Aber auch bei Fragen und Problemen, sei es schulischer Art oder im Privaten, findet man immer Menschen, die einem zuhören, die einem helfen, die da sind und einen unterstützen.

So gesehen kann man von Talent im Land, seinen Angeboten und vor allem seinem Netzwerk nur profitieren und ich rate jedem, der die Kriterien erfüllt, dass er sich bewerben soll. Man hat nichts zu verlieren und wenn man gewinnt, gewinnt man mehr, als man sich hätte wünschen können.

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*Alumni: Heute werden mit dem Begriff Alumnae/Alumni die Absolventinnen und Absolventen einer Hochschule oder einer ähnlichen Bildungseinrichtung bezeichnet. Im weiteren Sinne kann er sich auf alle einer Hochschule/Universität verbundenen Personen beziehen.

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Auch die Badische-Zeitung hat in einem Bericht die Erfahrungen von Leoni dargestellt.

HLS auf der Buchmesse

Literarische Erkundungen bei der Frankfurter Buchmesse 2017

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Wir starteten mit leichter Verspätung um 7:15 Uhr in Offenburg. Die Fahrt verlief ruhig, viele von uns sammelten im Bus durch ein Nickerchen noch Kräfte für den bevorstehenden Tag.

 

Auf der Messe konnten wir viele verschiedene fremdländische Aussteller sehen. Da es im Unterschied zum letzten Jahr keine Workshops gab, konnten wir schon nach der Ankunft alleine das Areal erkunden. In Gruppen erkundeten wir die große Josef Lafer meets Daniela WiedmannMesse. Es gab alles an Büchern, in vielfältigen Kategorien. Besonders interessant waren die Stände, an denen wir unzählige Mangas und Comics bestaunen und kaufen konnten.

 

 

 

Erstaunlich war auch die enorme Auswahl an Büchern und verschiedenen Buchkategorien, die wir in den Hallen von einer Vielzahl von Verlagen vorgestellt bekommen haben. Neben den großen bekannten Verlagen stellten auch viele kleine Verlage ihre Bücher vor. Es gab auch einige Zeitungsverlage, die sich und ihre jeweilige Zeitung vorstellten sowie oft auch Gratisexemplare verteilten. Des Weiteren waren auch

Stände zu unterschiedlichen Religionen vertreten, die einen Einblick in ihre jeweilige spirituelle Überzeugung geben wollten und dazu passende Bücher ausliegen hatten.

 

 

Auf dem Gelände konnte man sich leicht verlaufen und bis man einen bestimmten Verlag oder Autor in der entsprechenden Halle gefunden hatte, konnte es dauern. Sehr viele Aussteller verteilten Tüten mit Leseproben, Kulis oder anderen Accessoires.

 

 

 

 

Zum Teil waren die Autoren selbst vor Ort und haben die Bücher gleich signiert. In diesem Falle konnte man die Bücher auch kaufen, Lesezeichen inklusive. Man konnte mit den Autoren reden und ihnen auch Fragen stellen.

 

 

 

 

Wir kamen an diesem Tag immer wieder ins Staunen während wir über die Messe schlenderten und uns verschiedene Lesungen anhörten. Es ist die eine Sache, sich ein Buch einfach durchzulesen, die andere sich bei Lesungen in die Sicht der Autoren hinein zu versetzen. Besonders faszinierend war es, den Preisträger des diesjährigen Buchpreises in einem Interview zu erleben: Robert Menasse sprach mit einem Spiegel-Redakteur über sein Buch „Die Hauptstadt“.

 

Mit vollgepackten Tragetaschen und vielen Eindrücken kamen wir um 20 Uhr nach einem sehr tollen und erlebnisreichen Tag wieder an der HLS an.

 

 

 

 

 

 

Fazit: Die Frankfurter Buchmesse ist eine Reise wert!

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Der "Gärtner" geht in den Ruhestand

Text: Fabian Pagel Fotos: Mirko Bischler

Schulleiter Heinrich Kiefer an den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen (HLS) Offenburg verabschiedet

"Die Aufgabe eines Schulleiters ist vergleichbar mit der eines Gärtners, der seine Pflänzchen hegt und pflegt, zuweilen aber auch Triebe kürzen und die Wuchsrichtung vorgeben muss, damit diese aufblühen und Früchte tragen." Mit diesen passenden Worten wurde die Verabschiedung von Oberstudiendirektor Heinrich Kiefer am vergangenen Montag eröffnet, der zum Ende dieses Schuljahres in Pension gehen wird. Zur Feier waren Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg, des Ortenaukreises, der umliegenden Schulen sowie das gesamte Kollegium der HLS Offenburg geladen.

Nach den "blumigen" Einstiegsworten des stellvertretenden Schulleiters Rolf Henze folgte der kommisarische Leiter der Abteilung Berufliche Schulen im Regierungspräsidium Freiburg, Martin Müller. Dieser zeichnete Kiefers Berufs- und Lebensweg nach und verwies dabei auf das Engagement und die qualifizierte Arbeit, welche dieser als Schulleiter, aber auch in seiner Zeit am Regierungspräsidium Freiburg an den Tag legte. Landrat Frank Scherer, der in seiner Rede die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Kreis lobte, betonte unter anderem die hohen Investitionen, mit denen die HLS in den vergangenen Jahren für die Zukunft gerüstet wurde - etwa in Form neuer Laborräume oder des Neubaus mit Mensa. Einen Gruß aus dem "Nachbargarten", den Kaufmännischen Schulen Offenburg, sprach Schulleiter Thomas Rahner. Dieser verwies auf den freundschaftlichen Austausch zwischen beiden Schulen und die gemeinsame Gestaltung des Schulalltags, da beide eng kooperieren und auch auf Schulleitungsebene intensiv zusammenarbeiten.

Aufgelockert wurden die Abschiedsfeierlichkeiten durch das Schulorchester unter Leitung von Johannes Schmerbeck, welches die Verabschiedung musikalisch untermalte, sowie durch eine gesangliche Darbietung des Lehrerkollegiums, welches pointiert und mit einem Augenzwinkern die Tugenden und Laster ihres "Chef-Gärtners" hervorhob.

Die Schlussworte durfte Direktor Kiefer natürlich selbst sprechen, wobei er sich auf bescheidene und humorvolle Art für die vergangenen Jahre der Zusammenarbeit bedankte und seinem Nachfolger, Martin Dalhoff, der ebenfalls im Publikum saß, alles Gute wünschte. Im Anschluss an die Verabschiedung durften sich alle Gäste an einem erstklassigen Büffet erfreuen, welches liebevoll von Schülerinnen und Schülern der HLS sowie vom engagierten Kollegium gezaubert wurde.

Die "Gartenhandschuhe" als Schulleiter wird Heinrich Kiefer nun zwar ablegen, doch dafür wird mehr Zeit und Muße für die Arbeit im heimischen Garten und für die Familie bleiben. Aber auch an den HLS wird man den ehemaligen Schulleiter in Zukunft bestimmt noch häufig begrüßen dürfen. In diesem Sinne: vielen Dank Herr Kiefer und auf baldiges Wiedersehen!

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siehe hierzu auch unseren Pressespiegel

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Eine Prise Salz für den Erfolg

Text von Fabian Pagel

Hauswirtschafterinnen absolvieren praktische Prüfung an der HLS Offenburg

(fp) Frisch gebackenes Brot, exotische Früchte, Pizza und Pasta – wenn man in die HLS betritt, duftet es häufig verlockend nach allerlei Leckereien. Schnell wird klar, dass man sich an einer Beruflichen Schule befindet, an welcher auch HauswirtschafterInnen ausgebildet werden. Und wenn wie jedes Jahr die zentrale Abschlussprüfung in den Küchenräumen abgenommen wird, dann mischen sich hier die Gerüche und Düfte, durchströmen alle Gänge und machen Appetit auf mehr.

In der zweiten Juliwoche waren diesmal 10 Prüflinge angetreten, um nach der fachtheoretischen auch die praktische Prüfung abzulegen. Von morgens bis in den späten Nachmittag wurde den Schülerinnen alles abverlangt, was diese in drei Jahren Ausbildung gelernt haben.

Für verschiedene Anlässe – zum Beispiel eine Einweihungsfeier oder zum Motto „Gesund mit Obst und Gemüse“ – mussten passende Speisen und Dekorationen geplant und die nötigen Materialien organisiert werden. Zeitpläne wurden erstellt, Skizzen gezeichnet. Die Zubereitung sollte dabei unter genauen hygienischen Standards erfolgen und die spätere Präsentation der Gerichte musste ebenfalls wohl bedacht sein. Ein aufwendiges Prüfungsprogramm also, welches am Ende 9 Prüflinge erfolgreich abschlossen.

Die frisch gebackenen Hauswirtschafterinnen haben damit bewiesen, dass sie für den Berufsalltag bestens vorbereitet sind und in eine erfolgreiche Zukunft starten können.

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Forstwirt-Azubis vom FAZ Mattenhof bauen einen Spielplatz in Fußbach

von Klassensprecherin Jennifer Underwood

 

Im Rahmen eines Schulprojekts hatten die angehenden Forstwirte der Klasse 14 des zweiten Ausbildungsjahres am Forstlichen Ausbildungszentrum Mattenhof in Gengenbach (FAZ) die Möglichkeit, für die Stadt Gengenbach, Ortsteil Fußbach, einen neu aufgerüsteten und attraktiven Spielplatz zu planen und auf die Beine zu stellen.

Unsere Tätigkeit als Forstwirt/in besteht nicht nur, wie viele denken, aus der Holzernte, die wir überwiegend in den Wintermonaten durchführen, in unserem Berufsbild spielen auch die Instandhaltung und der Bau von Erholungseinrichtungen eine wichtige Rolle. Daher bekamen wir von unserer Klassenlehrerin, Franziska Peuser und dem ortskundigen Forstwirtschaftsmeister Willi Keller die Aufgabe gestellt, verschiedene Spielgeräte für den Spielplatz in Fußbach zu planen und zu bauen.

Vielseitige Tätigkeit im Forst

In der Planungsphase, die am Mattenhof in den Fachkunde-Unterrichtsstunden durchgeführt wurde, überlegten vier Gruppen bis ins Detail, wie sie ihre Turn-  bzw. Spielgeräte fertigen wollten. Es wurden folgende Projekte bearbeitet:

  • ·      Bau einer Holzschaukel
  • ·      Anlage einer Reckstange
  • ·      Fertigung eines Geschicklichkeitsparcours
  • ·      Anbringung von Erholungseinrichtungen wie z. B. Bänke und Sandkasten

Die jeweiligen Gruppen sammelten Ideen und Vorschläge, entnahmen die Maße von ähnlichen Spielgeräten und übertrugen diese auf die Stationen. Die einzelnen Materialien und Informationen wurden der von DEKRA und dem Bauhof, aber auch durch die beteiligten Forstwirtschaftsmeister, zur Verfügung gestellt.

Hohe Sicherheitsstandards sind gefordert

Sie gaben uns Hilfestellung und motivierten uns, wenn es zu Komplikationen kam. Als die Planung feststand, die Baupläne angefertigt waren und eine Kostenkalkulation erstellt worden war, wurden die Projekte durch die jeweiligen Gruppensprecher der DEKRA vorgestellt und über Verbesserungsvorschläge diskutiert. Nachdem wir von der DEKRA „grünes Licht“ erhalten hatten, ging es dann über zur Bauphase.

Alle Materialien und Geräte mussten sorgfältig ausgesucht und hergerichtet werden, so dass der Bau ohne Probleme durchgeführt werden konnte. Jetzt ging es in die heiße Phase: alle konnten ihr praktisches Können unter Beweis stellen. Obwohl alle Sicherheitsvorschriften penibel eingehalten wurden, kam es zu einer kleineren Verletzung bei der Arbeit mit dem Winkelschleifer, eben kein forsttypisches Werkzeug.

Ansonsten lief der Bau ohne Probleme ab, besonders da wir immer vom Bauhof und deren Bagger unterstützt wurden, womit uns z. B. schwere Grabarbeiten erleichtert wurden. Da der Beton jedoch erst verspätet geliefert wurde, mussten einige Gruppen warten – auch deshalb wurde meistens gemeinschaftlich gearbeitet.

Teamarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg

Das gesamte Projekt, bei dem wir alle mit voller Motivation beteiligt waren, förderte nicht nur unsere Fähigkeit zur Teamarbeit und unser handwerkliches Geschick (z. B. bei den filigranen Arbeiten mit der Kettensäge), sondern erforderte auch immer unsere volle Konzentration. Die Teamarbeit war für uns dabei einer der wichtigsten Aspekte, da wir sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung jede starke Hand und die guten Ideen jedes Einzelnen brauchten.

Da wir für unser Projekt nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung hatten, wurden die restlichen Arbeiten dem Bauhof übergeben.

Als unser Teil der Bauarbeiten vollendet war, wurde vom Ortsvorsteher Wilhelm Schrempp ein kleines „Richtfest“ veranstaltet. Hierbei war die Presse und die Forstliche Leiterin des Mattenhofs, Frau Dr. Hehn, anwesend. Jede Gruppe stellte ihr fertiges Spielgerät vor und erklärte kurz, warum sie sich für die jeweilige Station entschieden hatte.

Die Stadt Gengenbach und der Ortsteil Fußbach haben jetzt durch die erfolgreiche Kooperation mit dem Mattenhof einen kostengünstigen und hochwertigen Spielplatz erhalten, und wir haben viel gelernt – und Spaß gehabt: eine echte Win-Win-Situation!

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Mehr zum Ausbildungsberuf Forstwirt finden Sie hier, zur Homepage des FAZ Mattenhofs geht es hier.

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Glückliche Kinder weihen "ihr" neues Reich ein.

Mit der Fachhochschulreife ins Berufsleben - Abschied der Berufskollegs

Text: Fabian Pagel

HLS Offenburg verabschiedet Berufskollegs für Biotechnologie und Gesundheit/Pflege

Um zwischen zwei völlig verschiedenen Berufswelten zu wechseln, muss man an den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen (HLS) Offenburg lediglich den Fachraum tauschen. Im Labortrakt der Schule sind die Biotechnologen mit Pipettieren und dem Anlegen von Zellkulturen beschäftigt, während in den Pflegefachräumen Krankenbetten und Blutdruckmessgeräte im Einsatz sind. Zwei Fachbereiche, zwei Berufswelten und dennoch verbindet sie eines – die jungen Frauen und Männer sind Schüler des Berufskollegs (BK).

 

Nach zwei Jahren am Ziel angelangt

44 Schülerinnen und Schüler haben sich die Fachhochschulreife erarbeitet und dabei das „BKBT“ (Zweijähriges Berufskolleg für Biotechnologische Assistenten) bzw. das „BKP“ (Berufskolleg für Gesundheit und Pflege) erfolgreich absolviert. Damit können Sie ein Studium beginnen oder direkt in den Beruf einsteigen. Egal ob es nun ins Studium oder in eine Ausbildung geht, gut vorbereitet sind die Berufskollegiaten damit allemal. Denn sie besitzen auch reichlich Praxiserfahrung aus mehrwöchigen Praktika und haben damit bereits den Duft der Arbeitswelt geatmet. Von den 14 Absolventen des „BKBT“ werden viele auch direkt in den Beruf gehen – mit dem Abschluss als Biotechnologische Assistenten haben diese nämlich einen vollwertigen Berufsabschluss in der Tasche. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie damit gefragte Leute, denen viele Wege offen stehen.

Nach umtriebigen Prüfungswochen herrscht nun in den Labors und den Pflegeräumen der HLS Offenburg wieder Ruhe. Die Schüler genießen ihre wohlverdienten Ferien, bevor der nächste Lebensabschnitt beginnt. Aber bereits im September wird in den Fachräumen wieder das Schulleben toben und die nächsten „BK-ler“ werden auf den Abschluss vorbereitet.

 

Beachtliche Ergebnisse

 

Klassendurchschnitt Berufskolleg für Gesundheit und Pflege (BKP): 2,4

Jahrgangsbeste BKP: 1,0 Monja Kohler, 1,2 Johanna Huber, 1,2 Sophia Groß, 1,4 Laura Böhlert, 1,7 Marlene Hund

Klassendurchschnitt Berufskolleg für Biotechnologische Assistenten (BKBT): 2,46

Jahrgangsbeste BKBT: 1,0 Anna Rösch, 1,5 Jasmin Egner, 1,7 Sarah Blattmann


 

Vitamin AB1 - der süßeste Abgang aller Zeiten

Bericht und Fotos von Fabian Pagel

Abiball des Biotechnologischen und Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums 2017

 

Mit „Vitamin AB1“ zum Abitur – und zum „süßesten Abgang aller Zeiten“

Als wäre man auf dem roten Teppich bei den Oscars stehen die 43 Abiturientinnen und Abiturienten der Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen Offenburg (HLS) im Blitzlichtgewitter der Kameras. Die jungen Damen tragen lange Abendkleider, bei den Jungs scheint die Fliege ein Comeback zu erleben. Nach 13 Jahren halten sie endlich das ersehnte Reifezeugnis in der Hand. Allesamt strahlen sie an diesem lauen Sommerabend um die Wette – zufrieden, glücklich und stolz auf das Erreichte.

Und sie haben allen Grund dazu, wie Schulleiter Heinrich Kiefer betonte. Vom Rednerpult in der voll besetzten Gemeindehalle in Hofstetten sprach er ein letztes Mal zu seinen Schülerinnen und Schülern sowie zu deren Angehörigen und Freunden: „Mit Ihrem Abitur am Biotechnologischen beziehungsweise am Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium haben Sie eine sehr gut Wahl getroffen. Sie haben hier jene „Vitamine“ erhalten, welche Sie in zukunftsträchtigen Schlüsseltechnologien wie Medizin und Biotechnologie benötigen, um erfolgreich zu sein.“ Der Leiter der HLS Offenburg verdeutlichte daraufhin anhand zahlreicher Zitate berühmter Geistes- und Naturwissenschaftler die Bedeutung der Bildung und wünschte ihnen abschließend einen „süßen Neuanfang“ im Studium oder in der Ausbildung.

Untermalt wurde der Abend von einem reichhaltigen Programm, bei dem vom Abi-Film bis hin zum Schülerballett vieles geboten war. Dazwischen kamen die frisch gebackenen Abiturientinnen und Abiturienten selbst zu Wort und bedankten sich bei ihren Lehrerinnen und Lehrern, welche sie in den vergangenen drei Jahren begleitet und unterstützt haben. Doch auch die Lehrer ließen es sich nicht nehmen, ihren Schützlingen einige Sätze mit auf den Weg zu geben – wobei die ein oder andere ironische Spitze nicht fehlen durfte.

Zur Stärkung und „Vitaminzufuhr“ gab es ein leckeres Büffet, welches gegen 23 Uhr von einem vielfältigen Dessert gekrönt wurde. Im Anschluss ging es selbstverständlich mit Musik und Tanz weiter, sodass der „süßeste Abgang aller Zeiten“ in dieser Nacht noch ein wenig warten musste.   

 

 

 

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MTZ-BIOPRO Schülerpreis

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"Leo Lemminger wurde für seine hervorragenden Leistungen im Fach Biotechnologie geehrt. Er erhielt hierfür von Fachlehrerin Dr. Sylvia Schöttler den MTZ-BIOPRO Schülerpreis, welcher von der MTZ-Stiftung und der BIOPRO Baden Württemberg GmbH gestiftet wird. Wir gratulieren Leo herzlich zu seiner Leistung."

 

Postfaktische Verschwörungstheorien - ein Essay zum Zeitgeist

"Wenn eine Debattenkultur durch die Bestätigung der eigenen Meinung in den Echokammern der Chatrooms ersetzt wird, sind wir im postfaktischen Zeitalter angekommen"

Bettina Schulte, Badische Zeitung, 10.12.16

Es ist völlig normal, dass Heranwachsende auf der Suche nach Orientierung und dem Bedürfnis, einen passenden Platz für sich in dieser Welt zu finden, den ganzen Horizont der Möglichkeiten abscannen. Dass sie dabei in Sackgassen geraten, ist nicht ungewöhnlich und trainiert letzlich das eigene Urteilsvermögen. Der nachstehende Artikel öffnet einen Blick in ein "Jenseits", das den meisten Normlos so nicht zugänglich ist. Für unsere Schüler eine Lektüre, die über den Tag hinaus reicht und die ihnen hier längerfristig zugänglich sein soll.

Parallelwelten

Verschwörungstheorien – ein Hamburger Ehepaar versucht dagegenzuhalten

So sieht also ein Reptiloid aus: schwarze Haare, dunkle Augen, ein zierliches Gesicht, ein freundliches Lächeln. Nicht besonders furchterregend. Alexa Waschkau sitzt an ihrem Küchentisch in ihrer Hamburger Wohnung.

von Bernhard Honnigfort in der Badischen-Zeitung vom 23. Februar 2017

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Kondensstreifen von Flugzeugen: Manche Menschen sind überzeugt davon, dass das in Wahrheit Giftwolken sind – versprüht, um das Volk dumm und unfruchtbar zu machen.

Es ist Abend, zwei Katzen schleichen umher. In zehn Minuten kommt ihr Mann Alexander aus Kiel von der Arbeit. Es ist unfassbar, aber man sieht der 42-Jährigen, angeblich geboren in Bad Pyrmont, tatsächlich nicht an, dass sie kein Mensch sein soll, sondern ein Reptiloid, ein menschenähnliches Wesen, das von reptilienartigen Außerirdischen aus dem fernen Sternbild des Drachen abstammt. So wie die englische Königin. Die Clintons. Oder auch Kanzlerin Merkel.

"Es gibt Leute, die behaupten so etwas auch über mich", sagt Alexa Waschkau. "Ganz im Ernst. Es gibt wirklich Menschen, die fest von so etwas überzeugt sind." Und dann erzählt sie von David Icke, dem ehemaligen britischen Fußballer, der ein furchtbarer Verschwörungstheoretiker wurde und seitdem verbreitet, Reptiloiden könnten menschliches Aussehen annehmen und würden die Politik beherrschen. Sie bräuchten nur etwas menschliches Blut.

Es ist eine Welt, die aus Überforderung und aus Angst besteht

Die Wohnungstür geht auf, Ehemann Alexander kommt, er hat den Namen David Icke beim Eintreten gehört und ist sofort im Stoff. "Meine Güte", sagt er, "Icke – der hat in seinem Leben eindeutig zu viele Bälle an den Kopf bekommen."

Willkommen in den Welten des Wahns. Die beiden Waschkaus sind Experten. Sie kennen jeden Unfug, der irgendwo auf der Welt keimte, sich dann in den Parallelwelten des Internets vermehrte wie Pflänzchen in einem Gewächshaus und zu einer stattlichen Verschwörungstheorie heranwuchs. Die beiden kämpfen seit Jahren auf ihre Art gegen den wuchernden Unverstand. Er ist Psychologe, sie Volkskundlerin, gemeinsam betreiben sie im Netz den Podcast Hoaxilla, hergeleitet vom englischen Hoax: Scherz, Falschmeldung. Alle 14 Tage, bis zu 80 000 Zuhörer, mittlerweile 200 Folgen, in denen sie freundlich, aber bestimmt den grassierenden Unfug mit Hilfe von Fakten sezieren: Bermuda-Dreieck, Reichsbürger, das Brieselanger Licht, die Zombie-Apokalypse, Erdbebenmaschinen, Lichtnahrung, der Tod der Lady Di, Kornkreise, Aliens und Naziflugscheiben. "Es gibt nichts, was Leute nicht glauben", sagt Alexander Waschkau.

Der Wahn der anderen frisst ihre gesamte Freizeit, ist Teil ihres Lebens geworden. Sie recherchieren, sie sprechen ihre Sendungen, sie beantworten E-Mails. Jeder zehn Stunden pro Woche. Alles fing mit Neugierde an, mit einer schrägen Geschichte im Münsterland vor 15 Jahren, einer Geschichte, die bei Partys und Grillfesten im Garten rundging. Eine Freundin erzählte sie Alexa Waschkau, garantiert so passiert, meinte sie, echt wahr: Der Abend vor dem Hochzeitstag. Junggesellenabschied, alle haben kräftig gepichelt, der Bräutigam schwer angeschlagen, der Trauzeuge zieht dem Bräutigam Stiefel an, pumpt sie mit Bauschaum voll. Nächster Morgen: Bräutigam wacht auf, die Beine, abgestorben vom ausgehärteten Bauschaum, müssen amputiert werde. Der verzweifelte Trauzeuge bringt sich um.

"Das hat mich neugierig gemacht", erzählt die vermeintliche Reptiloidin. "Ich bin der Sache nachgegangen. Die Geschichte ging herum in Norddeutschland, eine typische Urban Legend wie die Spinne in der Yuccapalme."

Damals fing es an, eher spaßig und spielerisch, mittlerweile sind die Waschkaus tief eingetaucht in die dunklen Welten des Netzes. Sie werden beschimpft, sie werden bedroht, sie sollen in der Hölle schmoren. Wie auf Bestellung pingt das Smartphone....

Lest den ganzen Artikel in der Badischen-Zeitung v. 23. Februar 2017.

Archiv

Ein Haus voller Antworten

Text und Fotos von Fabian Pagel

Orientieren leicht gemacht

Um 17:30 Uhr strömen die ersten Besucher in das Foyer der HLS. Im Gepäck viele Fragen und das Interesse, mehr über die Schule und ihre zahlreichen Bildungsangebote zu erfahren. Vorbei am Buffet, welches die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Hauswirtschaft liebevoll bestückt haben, geht es weiter zum Cocktailstand, an dem erst einmal der Flüssigkeitshaushalt aufgebessert wird. Mittlerweile ist auch die Ausstellung der Hauswirtschaftsabteilung gut besucht.

Im neuen Bau D sind die Vorbereitungen für die Begrüßungsrede der Schulleitung getroffen und die potenziellen Nachwuchsschüler nehmen mit ihren Eltern Platz. Bereits zuvor gab es zahlreiche Möglichkeiten, erste Informationen zu sammeln und sich mit den Lehrkräften über die schulische Zukunft zu beraten. Die Mensa des D-Baus ist jetzt voll besetzt, sogar an den Seiten stehen die Besucher und es drängen immer mehr herein. 

Nach 30 Minuten Begrüßung und allgemeiner Informationen geht es die Treppen hinauf, wo im ersten und zweiten Stock sich die einzelnen Fachbereiche und Schularten vorstellen. Hier werden Detailfragen mit den Fachlehrern erörtert, Tablets ausprobiert und die professionelle Ausstattung der Pflegeabteilung begutachtet.

Zum Abschluss geht es noch einmal zum Buffet. Hier wird sich in gemütlicher Atmosphäre über die neuen Erkenntnisse ausgetauscht, ehe man gut gestärkt und noch besser informiert die Heimreise antritt. An diesem Abend war die HLS in der Tat ein „Haus voller Fragen“, welche hoffentlich alle beantwortet werden konnten.  

 

 

 

 


 

VABO-Gesprächskreis mit Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer

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Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Schulleiter Heinrich Kiefer

Am Montag, 24.04.2016 hatten wir mit Frau Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hohen Besuch im Haus. Sie hat sich intensiv für die Anliegen und Bedürfnisse der Fachlehrkräfte in den VABO-Klassen interessiert und uns der größtmöglichen Unterstützung des Regierungspräsidiums versichert. Sie sehe hier Ressourcen besser investiert als zusätzliche Polizisten stellen zu müssen...

Schulleiter Heinrich Kiefer begrüßte den prominenten Gast und die Teilnehmerrunde des Gesprächskreis'. Er hob die Bedeutung der intensiven Vernetzung aller Beteiligten, insbesondere der Lehrkräfte hervor, denn die Herausforderungen im Umgang mit den heterogenen Schülern seien gewaltig. Nur ein intensiver Austausch über die Gelingensfaktoren beim Unterrichten von Deutsch und unseren kulturellen Umgangsgewohnheiten führe zum Erfolg und verhindere, dass das Rad täglich neu erfunden werden müsse. Durch Studium und Ausbildung ist keine der Lehrpersonen darauf vorbereitet, eine Gruppe zu unterrichten, die aus einerseits Analphabeten, arabisch sprechenden Jugendlichen ohne Schulbildung besteht, und in der andererseits solche mit guten Englischkenntnissen und möglicherweise bereits ersten Studienerfahrungen in ihren Heimatländern sitzen.

Weltweit sind Millionen Kinder und Jugendliche aus Angst vor Krieg, Armut und Ausbeutung auf der Flucht. Ein Teil dieses Flüchtlingsstroms erreicht seit Monaten auch den Regierungsbezirk Freiburg. Mit riesigem Kraftaufwand versuchen alle Verantwortlichen gute, lebenswerte Bedingungen für diese Menschen zu schaffen. Dies gilt auch gerade für Berufliche Schulen. Die Anzahl jugendlicher Asylbewerber und Flüchtlinge steigt rasant, entsprechend erhöht sich auch die Zahl der sogenannten Vorbereitungsklassen in den beruflichen Schulen, aber auch in den Grundschulen und weiterführenden Schulen.  

Anfang 2016 werden im Bereich des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg bereits 1503 Schüler in 98 VABO-Klassen, also im Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen, unterrichtet.

Sechs Monate nach dem Zuzug aus dem Ausland beginnt für jugendliche Asylbewerber und Flüchtlinge die allgemeine Schulpflicht. Die Vertreter verschiedener Beruflicher Schulen haben es geschafft, in kürzester Zeit gemeinsam ein VABO-Konzept auf die Beine zu stellen. Veronika Kaiser, Schulleiterin der Max-Weber-Schule in Freiburg, betont in diesem Zusammenhang, dass „die schnelle und erfolgreiche Einrichtung der VABO-Klassen ein eindrücklicher Beleg ist für die hohe pädagogische und organisatorische Kompetenz, die in den Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg vorhanden ist.“

Der VABO-Gesprächskreis befasste sich neben pädagogischen Überlegungen auch mit neuen Konzepten für die Flüchtlingsklassen, die im kommenden Schuljahr unter dem Kürzel VABOi firmieren sollen: "Vorqualifizierung Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse, integrativ". Hier ist eine neue Stundentafel angedacht, die den eindeutigen Schwerpunkt auf den Spracherwerb richtet.

 

Die Teilnehmer zeigten sich mit den Ergebnissen ihrer Zusammenarbeit sehr zufrieden. Besondere Anerkennung fand die hohe Willkommenskultur an den Haus- und Landwirtschafltichen Schulen Offenburg. Hier hatten die Fachlehererinnen Inge Fritsch. Linda Schlenker, Andrea Dold-Beyer und Jutta Hertling inspirierende Schülerarbeiten ausgestellt und fleißige Hände unter Anleitung von Isolde Sutterer und Marianne Wirsch hatten ein gut angenommenes Vesperbuffet angegrichtet.

 

 

    

Landrat Scherer im Dialog mit Schülern

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Landrat Frank Scherer

Landrat Frank Scherer diskutiert mit Schülerinnen und Schülern des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums über aktuelle politische Themen.

 

 

„Ist das etwa ein neuer Lehrer?“ Diese Fragen stellten sich sicherlich einige der 27 jungen Ortenauer, als Frank Scherer um 9:30 Uhr den frisch renovierten Unterrichtsraum betrat und sich vor die Klasse stellte. Am vergangenen Dienstagmorgen, dem Tag nach der Vorstellung des grün-schwarzen Koalitionsvertrags, war Landrat Frank Scherer zu Besuch an den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen Offenburg (HLS). Der Leiter des Landratsamts, welches die Trägerschaft für die 13 Beruflichen Schulen im Ortenaukreis übernimmt, konnte sich zunächst von den umfangreichen Sanierungsarbeiten überzeugen, die erst zu Beginn des Jahres abgeschlossen wurden.

Mit dem Schulleitungsteam wurde die Situtation der beruflichen Schulen angesichts des Verdrängungswettbewerbs in der Sekundarstufe I durch Real-, Werkreal- und Gemeinschaftssschulen erörtert. Es bestand Konsens darin, dass die Parallelstrukuren viele Ressourcen binden. Um so dringlicher ist es, wie Schulleiter Heinrich Kiefer darstellte, die Bildungswege zu stärken, die in gesellschaftlich stark nachgefragte Berufsfelder münden. Die HLS verstehe sich als Kompetenzzentrum für Life Sciences und möchte ihre Anstrengungen auf Berufe in Gesundheits- und Altenpflege, Erziehung und Diätetik fokussieren. Im Feld der dualen Ausbildungsberufe ist eine Konsolidierung auf leistungsfähige Standorte zu erwarten, für den Ortenaukreis bietet sich eine Landesfachklasse für Baumschulgärtner an und als regionalen Schwerpunkt die Ausbildungen in der Hauswirtschaft.

"Wer nicht wählen geht, der darf nach
den Wahlen auch nicht meckern."

Im Anschluss an die Schulleitungsrunde ging es in eines der modernen Klassenzimmer, in dem die 11. Klasse des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums ihn bereits erwartete. In einem offenen Gespräch fragte Herr Scherer die Jungen und Mädchen nach den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen. Es entspann sich ein Dialog, in welchem über den geplanten Stellenausbau bei der Landespolizei und über das Thema Flüchtlinge gesprochen wurde. Im Laufe der Stunde hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich über die Arbeit des Landratsamts Ortenaukreis zu informieren. Hierbei zeigte sich, wie vielfältig die Aufgabenbereiche dieser Institution sind. Darüber hinaus erarbeitete Herr Scherer mit den Jugendlichen, wie die parlamentarische Arbeit des Kreistags funktioniert und welche Rolle er selbst dabei spielt. Gegen Ende befasste sich die Gesprächsrunde mit der Bedeutung des Wählens in unserer Demokratie. Landrat Scherer verwies hierbei auf die besondere Wichtigkeit der Kommunalwahlen und meinte: „Wer nicht wählen geht, der darf nach den Wahlen auch nicht meckern.“ Nach einer knappen dreiviertel Stunde verabschiedete sich der Leiter des Landratsamts von der Klasse. Zuvor erläuterte er jedoch noch, warum der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern für ihn so wichtig ist und gab den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, abschließende Fragen zu stellen sowie Kritik zu äußern.

Ein Rundgang im Schulhaus vermittelte einen Blick auf die gelungene energetische Sanierung und die beispielhafte sächliche Ausstattung in den Küchen und biotechnoloigschen Laborreinrichtungen.

Siehe zu dieser Begegnung auch die Pressemitteilung.

Medienkompetenz für Schülerinnen und Schüler

Neuen Medien und Technologien begleiten unseren Alltag, sie sind selbstverständlich immer dabei. Wir finden es toll, immer erreichbar zu sein und uns anderen mitteilen zu können, es ist enorm praktisch, mal eben was nachschlagen zu können und jeder Augenblick kann im Foto festgehalten werden.

So gesehen sind wir oft ganz schön naiv, was wir alles unseren Mobiles überantworten - kann das auch schief gehen, wo lauern da Gefahren? Sicherheit und Zuverlässigkeit kriegt eine hohe Bedeutung.

Doch die Meldungen sind voll von Spamalarm, Computer-Viren, Phishing und Diebstahl elektronischer Identitäten. Speziell Kids und Jugendliche geraten in Gefahrensituationen und werden Opfer von Straftaten!
So hat einer über 100 PC-Webcams von jungen Mädchen gehackt und heimliche Filmaufnahmen von ihnen gemacht. Auch immer ein Thema: das Herunterladen von Songs, Videos und Kinofilmen sowie die Preisgabe privater Daten - all das gefährdet Kinder, Jugendliche und bringt auch ihre Eltern ins Schleudern.

Sparda SurfSafe ist eine gemeinsame Initiative der Sozialstiftung der SpardaBank, des Landesmedienzentrums, Sicherheit im Internet eV., 8com Information Security. Sie bietet landesweit Informationsveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern und hat sich zum Ziel einen sebstbestimmten und sicheren Umgang mit interaktiven Medien gesetzt.

Unsere Schule wird komplett mit allen Klassen am

Freitag,6. März 2015 in der 5. + 6. Stunde in der Reithalle Offenburg

an der Info-Veranstaltung mit Live-Hack teilnehmen. Der Schulleiter, Herr Oberstudiendirektor Kiefer, hat alle Schüler und Eltern in einem Rundbrief informiert. Der Ablauf sieht folgendermaßen aus:

3 – 4 Stunde:              Unterrichtsende 10:50 Uhr, eine spezielle Anwesenheitsliste wird erstellt – die Schüler bleiben im Zimmer

10:55 Uhr:                  die Lehrkräfte der 5. + 6. Stunde begeben sich in die jeweiligen Klassenzimmer und holen die Schüler dort ab.

10:55 – 11:30 Uhr:     die Klassen begeben sich geschlossen zur Reithalle. Am Eingang findet eine Anwesenheitsüberprüfung durch die betreuenden Lehrer statt.
Die Lehrer sind bei der Veranstaltung anwesend.

11:30 – 12:45 Uhr:     Sparda SurfSafe – Veranstaltung s. u.

12:45 Uhr                    Unterrichtsende für alle Klassen am Ausgang der Reithalle.

Vortragsmodule
Modul 1 | Handy-Hacking & -Ortung (LIVE)
Modul 2 | Sexualstraftäter im Internet
Modul 3 | Computer- & Webcam-Hacking
Modul 4 | Soziale Netze Pro + Contra
Modul 5 | Urheberrecht für Jugendliche
Modul 6 | Abzocker im Internet
Modul 7 | Datenprostitution im Netz

Neben den Schülervorträgen am Morgen wird es ebenfalls einen Elternvortrag am Abend geben, dieser ist für alle Besucher kostenlos. Der Elternvortrag findet am selben Tag wie die Schülervorträge statt. Auch die Veranstaltungsstätte ist dieselbe. Der Elternvortrag beginnt um 19:00 Uhr. Die aktuellen Termine finden Sie auf dem Elternportal:

www.sparda-bw.de/spardasurfsafe

Und so sieht es aus, wenn die HLS die Reithalle füllt: alle waren da und haben gespannt verfolgt, was der Moderator auf der Bühne für ein Feuerwerk abgebrannt hat - spitze!

  

Kaum zu glauben - alle Schülerinnen und Schüler haben grad so in die Reithalle gepasst.

...gib mal ein Passwort ein!                                             Twins on Stage

 Full house!